Von Atmosphäre bis zum Verkauf: So wirkt die richtige Lichtfarbe in Ihrem Geschäft


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Schienenbeleuchtung mit magnetischer Befestigung für Ihr Zuhause.
Jetzt ansehenRetailbeleuchtung und Lichtfarbe: So steuern Sie Atmosphäre, Produktwahrnehmung und Verkauf mit der richtigen Kelvin- und CRI-Wahl
Im Einzelhandel dreht sich alles um Erlebnis und Vertrauen. Kundinnen und Kunden müssen innerhalb weniger Sekunden spüren: Dies ist ein angenehmes Geschäft, hier stimmt alles. Licht ist dabei ein stiller Verkäufer. Nicht nur, weil es alles sichtbar macht, sondern vor allem, weil es beeinflusst, wie Produkte wirken, wie frisch oder hochwertig ein Laden erscheint und wie lange Menschen verweilen.
Dennoch wird die Lichtfarbe oft unterschätzt. Wir sehen regelmäßig Geschäfte mit guten Leuchten, aber einer Lichtfarbe, die nicht ganz passt. Ein Kleiderständer, der flach wirkt, Brot, das weniger warm aussieht als es ist, Fisch, der nicht frisch wirkt, oder ein High-End-Geschäft, das unbeabsichtigt kühl erscheint. Das Gute daran: Das lässt sich gut lösen, solange Entscheidungen auf Basis von Funktion und Produkt getroffen werden und nicht aus Gewohnheit.
In diesem Blog erklären wir, wie Sie Lichtfarbe (Kelvin) im Einzelhandel sinnvoll einsetzen, wie CRI (Farbwiedergabe) Ihre Produktpräsentation beeinflusst und wie Sie mit einer einfachen Struktur aus Grund- und Akzentbeleuchtung Ihr Geschäft stärken können.
Lichtfarbe kurz erklärt: Was bedeutet Kelvin?
Die Farbtemperatur von Licht wird in Kelvin (K) angegeben. Vereinfacht gesagt beschreibt sie den Farbton von weißem Licht. Je niedriger der Kelvin-Wert, desto wärmer und stimmungsvoller das Licht. Je höher der Wert, desto kühler und funktionaler wirkt es.
- 2700K ist warm und stimmungsvoll (wohnlich, einladend).
- 3000K ist warmweiß und oft die beste Allround-Wahl für Geschäfte.
- 4000K ist neutraler und frischer (klar, modern und funktional).
- 5000K und höher geht in Richtung Tageslicht und ist vor allem für spezielle Anwendungen geeignet.
Wichtig zu wissen: LED-Licht ist nicht automatisch kalt oder ungemütlich. Früher war das häufiger der Fall, weil es weniger Auswahl gab. Heute lässt sich mit LED sowohl sehr warmes und angenehmes Licht erzeugen als auch klares und frisches Licht - genau passend zu Ihrem Geschäft.
Warum die richtige Lichtfarbe direkten Einfluss auf das Einkaufserlebnis hat
Retailbeleuchtung ist mehr als nur ausreichend Licht. Mit der richtigen Lichtgestaltung können Sie Atmosphäre, Fokus und Produktwahrnehmung steuern. Das beeinflusst, wie lange Menschen bleiben, was sie zuerst sehen und wie sicher sie sich bei ihrer Kaufentscheidung fühlen.
In der Praxis zeigt sich, dass Farbtemperatur und Farbwiedergabe (CRI) gemeinsam bestimmen, ob ein Geschäft professionell und attraktiv wirkt. Genau deshalb betrachten wir Licht immer aus der Perspektive des Ziels: Welche Erfahrung möchten Sie schaffen und welche Produkte sollen besonders zur Geltung kommen?
Ausgangspunkt: Welche Wirkung möchten Sie erzielen?
Bevor wir zu konkreten Kelvin-Werten kommen, schauen wir uns immer zuerst das Ladenkonzept an. Ihre Beleuchtung sollte die Markenwahrnehmung unterstützen. Ein luxuriöses Geschäft funktioniert oft am besten mit einer warmen Grundbeleuchtung und starken Akzenten. Ein gemütlicher Laden braucht wärmere Töne und weiche Übergänge. Ein Discounter hingegen setzt eher auf eine kühlere, klare Grundbeleuchtung, um effizient und modern zu wirken.
Es gibt kein richtig oder falsch. Entscheidend ist, dass die Beleuchtung zur Identität des Geschäfts passt und Kundinnen und Kunden das Gefühl haben, dass alles stimmig ist.
Welche Kelvin-Werte passen am besten im Einzelhandel?
2700K: warm, stimmungsvoll, hochwertig
2700K setzen wir häufig ein, wenn Atmosphäre und Erlebnis im Vordergrund stehen. Das Licht wirkt wohnlich und freundlich und kann Produkten eine edlere Ausstrahlung verleihen. Besonders in Boutiquen, Einrichtungsgeschäften und Concept Stores ist dies eine starke Wahl - vor allem in Kombination mit guten Lichtakzenten.
3000K: der Retail-Klassiker
Wenn wir eine Farbtemperatur am häufigsten für Geschäfte empfehlen, dann ist es 3000K. Sie ist warm genug, um angenehm zu wirken, aber hell genug, um Produkte gut darzustellen. Auch für Schaufenster funktioniert 3000K oft sehr gut, weil es einladend wirkt, ohne gelblich zu erscheinen.
4000K: frisch, funktional, klar
4000K eignet sich gut für Umgebungen, in denen Frische, Hygiene und Sichtbarkeit wichtig sind. Denken Sie an Supermärkte, Drogerien, Arbeitsbereiche oder Geschäfte mit modernem, cleanem Charakter. In Showrooms und bestimmten Retail-Konzepten kann 4000K zudem helfen, Produkte besonders scharf und klar darzustellen.
5000K und höher: Nischenanwendung
Dies ist vor allem sinnvoll, wenn eine tageslichtähnliche Beurteilung gewünscht ist oder in sehr spezifischen Situationen. In den meisten Geschäften wirkt diese Lichtfarbe jedoch zu kühl für ein angenehmes Einkaufserlebnis.
CRI: Der versteckte Faktor, der Ihre Produkte schöner macht
Kelvin bestimmt den Farbton des Lichts, aber CRI (Color Rendering Index) bestimmt, wie naturgetreu Farben wiedergegeben werden. Im Einzelhandel ist dies oft der Unterschied zwischen „ordentlich beleuchtet“ und „wow, das sieht richtig gut aus“.
In vielen Geschäften empfehlen wir CRI > 90 für Mode, Einrichtung, Kosmetik und alles, bei dem Farbtreue wichtig ist. Noch höhere Werte in Richtung CRI 95-98 sind besonders interessant, wenn Farbgenauigkeit entscheidend ist, etwa in Kunstgalerien oder bei hochwertigen Präsentationen.
Praktisches Beispiel: Bei einem zu niedrigen CRI kann ein rotes Shirt im Laden etwas anders wirken als draußen. Das mag gering erscheinen, beeinflusst aber das Vertrauen und kann zu mehr Retouren führen.
Produktgruppenspezifisches Licht: Warum manche Geschäfte mit angepassten Lichtquellen profitieren
Nicht jedes Geschäft verkauft dieselben Produkte - und daher braucht nicht jedes Geschäft dieselbe Lichtverteilung oder dasselbe Lichtspektrum. In der Praxis sehen wir, dass manche Produktgruppen besonders gut auf speziell abgestimmtes Licht reagieren.
Denken Sie an Backwaren, die unter dem richtigen Licht wärmer und frischer wirken, Fleisch mit intensiverer Farbwirkung oder Fisch, bei dem ein frischer Eindruck entscheidend ist. Auch bei Kunst und Antiquitäten kann eine hohe Farbkonstanz einen großen Unterschied machen. In der Mode wiederum sind ein guter CRI und gleichmäßige Lichtqualität pro Leuchte wichtig, um Farben zuverlässig darzustellen.
Das bedeutet nicht, dass immer spezielle Lichtquellen nötig sind. Aber in Geschäften, in denen Präsentation direkt mit Umsatz verbunden ist, kann es ein klarer Vorteil sein, Produktakzente bewusst zu wählen.
Unser Ansatz: Grundlicht, Akzentlicht und Schaufensterbeleuchtung
Im Einzelhandel arbeiten wir fast immer mit mehreren Lichtschichten, weil eine einzige Beleuchtungsart selten alles optimal abdeckt. Die Grundbeleuchtung sorgt für eine angenehme und gleichmäßige Ausleuchtung. Akzentbeleuchtung, häufig mit Stromschienenstrahlern, lenkt den Fokus auf Produkte, Displays und Wände. Die Schaufensterbeleuchtung zieht Aufmerksamkeit von außen an und prägt den ersten Eindruck.
Gerade diese Kombination schafft ein stimmiges Gesamtbild: hell genug für komfortables Einkaufen, aber mit genügend Kontrast und Fokus, damit Produkte hervorstechen. Für High-End-Retail entscheiden wir uns häufig bewusst für Schienenbeleuchtung, weil sie flexibel ist. Strahler können bei neuen Kollektionen, saisonalen Änderungen oder veränderter Ladenführung einfach versetzt werden - ganz ohne neue Bohrungen.
Häufige Fehler, die wir in Geschäften sehen
Ein Geschäft kann technisch gut beleuchtet sein und dennoch weniger erfolgreich verkaufen, weil bestimmte Entscheidungen ungewollt gegenwirken. In der Praxis sehen wir häufig folgende Situationen:
- Eine einzige Farbtemperatur für alles, wodurch Fokus und Atmosphäre fehlen.
- Zu kaltes Licht in einem Geschäft, das warm und hochwertig wirken soll.
- Zu niedriger CRI, wodurch Farben weniger attraktiv oder verfälscht erscheinen.
- Zu wenig Akzentlicht auf Wänden und Displays, wodurch Produkte flach wirken.
- Ein Schaufenster ohne echte Lichtgestaltung, obwohl dies eine starke Chance ist, Besucher anzuziehen.
Die gute Nachricht: Meist lässt sich das ohne kompletten Umbau lösen. Eine gezielte Anpassung von Lichtfarbe, CRI oder Strahlerpositionierung kann bereits viel bewirken.
Beratung für Ihr Geschäft oder Projekt?
Die beste Lichtfarbe hängt ab von Ihrem Geschäftstyp und der gewünschten Ausstrahlung, den verkauften Produkten, Deckenhöhe und Raumaufteilung, Tageslichteinfall und natürlich Ihrem Budget. Wir erstellen regelmäßig Lichtberatungen und Lichtpläne für Geschäfte und Installateure. Dabei schauen wir nicht nur auf ausreichend Helligkeit, sondern darauf, wie Licht Präsentation, Kundenführung und Verkauf unterstützt.
Möchten Sie, dass wir mitdenken? Senden Sie uns gerne einen Grundriss oder ein paar Fotos des Raums und beschreiben Sie kurz, was Sie verkaufen und welche Atmosphäre Sie anstreben. Dann können wir Ihnen schnell eine konkrete Empfehlung geben.

